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Begriffe der Energierechnung

Wechselrichterleistung, Jahresarbeitszahl, Grundlast: die Wörter, die in jedem Angebot stehen — kurz erklärt.

30 Begriffe

A

Arbeitspreis

Der Preis je verbrauchter Kilowattstunde, angegeben in Cent. Mal Jahresverbrauch genommen ergibt er den größeren Teil der Rechnung — der kleinere ist der Grundpreis.

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B

Bivalenzpunkt

Die Außentemperatur, ab der ein zweiter Wärmeerzeuger zuschaltet. Je tiefer er liegt, desto seltener springt der teure Heizstab an.

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D

Dynamischer Tarif

Der Arbeitspreis folgt stundenweise der Strombörse. Der Vorteil entsteht erst durch verschiebbare Lasten; ohne Automatisierung bleibt erfahrungsgemäß die Hälfte der möglichen Ersparnis liegen.

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E

Eigenverbrauchsquote

Anteil des selbst erzeugten Stroms, der auch selbst verbraucht wird. Sie entscheidet über die Ersparnis, weil Einspeisung deutlich weniger wert ist als vermiedener Bezug.

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Einspeisevergütung

Geld für Strom, der ins Netz abfließt. Bei Steckersolargeräten fällt sie kaum ins Gewicht: Vermiedener Bezug ist ein Vielfaches wert.

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F

Ferraris-Zähler

Der alte Zähler mit der drehenden Scheibe. Bei Einspeisung läuft er rückwärts; den Tausch übernimmt der Netzbetreiber — du musst ihn weder bezahlen noch selbst anstoßen.

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G

Grundlast

Dauerhafter Stromverbrauch, wenn nichts aktiv genutzt wird. Über 250 Watt ist sie auffällig und lohnt die Suche nach der Ursache.

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Grundpreis

Fixer Betrag pro Monat, unabhängig davon, ob du Strom verbrauchst oder verreist bist. Bei kleinem Verbrauch wiegt er schwerer als zwei Cent Unterschied beim Arbeitspreis.

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Grundversorgung

Der Tarif, in dem landet, wer nie etwas unterschrieben hat. Selten der günstigste; heraus zu wechseln ist die Maßnahme mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Ersparnis.

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H

Heizkurve

Die Regel, nach der die Heizung aus der Außentemperatur die Vorlauftemperatur ableitet. Sie flacher zu stellen ist die wirksamste Einstellung, die nichts kostet.

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Heizlast

Die Wärmeleistung in Kilowatt, die ein Gebäude am kältesten Auslegungstag braucht. Grundlage jeder Wärmepumpen-Auslegung — wird sie geschätzt statt gerechnet, gerät die Anlage regelmäßig zu groß.

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Heizungsförderung

Zuschuss für den Heizungstausch aus Grundförderung und mehreren Boni. Entscheidend ist die Reihenfolge: Vertrag mit Rücktrittsklausel, dann Antrag, erst nach der Zusage bauen lassen.

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Hydraulischer Abgleich

Einstellung der Wassermengen je Heizkörper, damit alle Räume gleichmäßig warm werden. Voraussetzung für Förderung und niedrige Vorlauftemperaturen.

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I

Intelligentes Messsystem

Moderne Messeinrichtung plus Kommunikationseinheit, die viertelstündlich misst. Voraussetzung für dynamische Tarife; ab etwa 6.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch ohnehin vorgesehen.

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J

Jahresarbeitszahl

Verhältnis von erzeugter Wärme zu eingesetztem Strom über ein Jahr. Realistisch 3,0 bis 4,0; jede Zehntelstelle wirkt direkt auf die Heizkosten.

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M

Marktstammdatenregister

Das Anlagenregister der Bundesnetzagentur. Ein Steckersolargerät gehört binnen eines Monats nach Inbetriebnahme hinein: kostenlos, online, in etwa zehn Minuten erledigt.

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N

Nachtabsenkung

Für einige Stunden abgesenkte Vorlauftemperatur. Bei trägen Fußbodenheizungen bringt sie wenig, bei Heizkörpern im Altbau durchaus etwas.

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Netzentgelt

Der Anteil der Rechnung, der für Bau und Betrieb der Leitungen anfällt. Regional verschieden, nicht verhandelbar — und ein Teil der Erklärung, warum zwei Adressen unterschiedlich viel zahlen.

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Nulleinspeisung

Betriebsart, bei der die Regelung den Wechselrichter so weit drosselt, dass nichts ins Netz geht. Technisch machbar, wirtschaftlich selten nötig.

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Nullsteuersatz

Umsatzsteuersatz von null Prozent auf Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen. Der Bruttopreis entspricht dem Nettopreis.

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P

Preisgarantie

Zusage, dass einzelne Preisbestandteile eine Laufzeit lang stabil bleiben. Steuern, Abgaben und meist auch Netzentgelte sind ausgenommen — Preiserhöhungen schließt sie deshalb nicht aus.

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S

Spezifischer Ertrag

Jahresertrag je installiertem Kilowatt peak, in kWh/kWp. Die Kennzahl macht unterschiedlich große Anlagen vergleichbar und hängt vor allem an Ausrichtung, Neigung und Verschattung.

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Standby

Die Leistung, die ein Gerät im Bereitschaftsbetrieb zieht. Zehn Watt klingen nach nichts und sind über 8.760 Stunden rund 28 Euro im Jahr.

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Steckersolargerät

Die amtliche Bezeichnung für das Balkonkraftwerk. Maßgeblich für die vereinfachten Regeln ist die Ausgangsleistung des Wechselrichters, nicht die Leistung der Module.

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Stromspeicher

Batterie, die den Mittagsüberschuss in den Abend trägt. Sie hebt die Eigenverbrauchsquote deutlich — und die Investition ebenso, weshalb die Rechnung erst bei hoher Grundlast aufgeht.

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V

Verschattung

Ein Geländer, ein Kamin, der Nachbarbalkon: Schatten kostet mehr Ertrag, als seine Fläche vermuten lässt. Vor der Montage über den Tag hinweg beobachten, nicht nur mittags.

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W

Watt peak (Wp)

Spitzenleistung eines Moduls unter Laborbedingungen. Im Alltag werden je nach Ausrichtung und Wetter deutlich niedrigere Werte erreicht.

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Wechselrichterleistung

Die Ausgangsleistung in Watt, die ein Wechselrichter maximal ins Hausnetz abgibt. Sie ist die maßgebliche Grenze für Steckersolargeräte, nicht die Modulleistung.

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